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10 Minuten lange Reels auf Instagram – so können Creator und Advertiser sie nutzen

Auf Reels Creator könnte eine massive Veränderung zukommen. Denn Instagram testet eine Videolänge von zehn Minuten für das Format und gleicht sich damit TikTok an. Bei YouTube Shorts ist eine entsprechende Anpassung zurzeit nicht in Sicht.

Endlich, werden wohl manche Creator sagen. Warum nur?, könnten sich andere fragen. Instagram experimentiert mit Reels, die zehn Minuten lang sind und geht damit deutlich über das bisherige Limit für die Kurzvideos hinaus. Während TikTok nach einigem Hin und Her kürzlich die zehnminütigen Videos zurückgebracht hat, möchte YouTube die Shorts-Länge zunächst nicht über eine Minute ausdehnen – das betonte YouTubes Shorts Product Lead Todd Sherman kürzlich mit Nachdruck. Weshalb aber könnte Instagram die neue Videolänge einführen und welchen Vorteil haben Creator davon?


Instagram Reels mit deutlich mehr Länge: Diese Möglichkeiten bieten sich für Creator

Eine offizielle Ankündigung zu einer Verlängerung des Zeit-Limits für Reels vonseiten Metas gibt es noch nicht. Das Experiment legt aber nahe, dass künftig mehr Creator auf die Möglichkeit zugreifen können, längere Reels zu erstellen. Das würde diesen erlauben, ihr Storytelling in Instagrams populärem Format zu verändern und auszuweiten. YouTubes Todd Sherman hat in Bezug auf das erfolgreiche Kurzvideoformat Shorts, das auf YouTube über 50 Milliarden Views täglich generiert, betont, dass die Shorts weiterhin maximal eine Minute lang sein sollen.


Manche Creator wünschen sich aber mehr Zeit, um ihre Geschichten zu erzählen. So finden sich in Reels und TikToks des Öfteren Videos, die nur Part eins, Part zwei und so weiter einer Reihe von Clips darstellen, die im Grunde eine zusammengehörige Content-Einheit bilden. Diese Parts könnten in zehnminütigen Videos zusammengelegt werden; allerdings sind Videos mit mehreren Parts auf oft ein Mittel, um User auf das eigene Profil zu locken. Des Weiteren schafft die Länge mehr Raum für User Engagement, etwa in Form von Kommentaren. Das ist für Instagram Creator insofern relevant, als diese neuerdings öffentliche Kommentare aus Posts und Reels in ihre Stories integrieren können, um wiederum basierend darauf neue Inhalte nah am Interesse der Community zu schaffen.


Bei einer Videolänge von zehn Minuten sind Creatorn, aber auch Advertisern indes wenig Grenzen gesetzt. Wie eine so lange Werbung im Kurzvideokontext funktionieren kann, hat die Hotelkette Hilton Anfang des Jahres gezeigt. Der offizielle Hilton Account hat die Videolänge von zehn Minuten auf TikTok in einer mit mit Stars gespickten Werbung für die eigenen Hotels als kreatives Beispiel für die Nutzung der Formatanpassung eingesetzt.


Über Ads könnte Meta längere Reels gut monetarisieren. Doch auch Creator könnten mit der neuen Länge Umsätze erwirtschaften, indem sie zum Beispiel längere exklusive Inhalte für ihre Abonnent:innen anbieten.


Reels sind ein Creator-Magnet für Meta

Das Kurzvideoformat Reels, als TikTok-Kopie gestartet, gehört für Meta längst zu den wichtigsten Plattformelementen – auf Instagram und auf Facebook. Im vergangenen Sommer kündigte Meta an, dass jedes Video auf Instagram zum Reel werden soll. Zu jener Zeit machten Reels auf Facebook und Instagram bereits rund 20 Prozent der Nutzungszeit aus. Zudem haben die Reels gemeinsam mit Direct Messages und Stories gar die Relevanz des Instagram Feeds überwunden, wie Instagram-Chef Adam Mosseri kürzlich angab. Die Kurzvideos erhalten immer mehr Aufmerksamkeit und generieren inzwischen 200 Milliarden Aufrufe täglich auf Instagram und Facebook.


Auch deshalb werden für die Facebook und Instagram Reels immer wieder neue Features getestet und ausgerollt. Auf Facebook haben Creator nach dem großen Reels API Update die Möglichkeit, Custom Thumbnails und automatisiertes Musik-Tagging zu nutzen. Auf Instagram wiederum gibt es seit Kurzem beispielsweise einen optimierten Vorlagenprozess sowie neue Template Features und die Option, Lyrics in Reels zu integrieren. Zudem experimentiert die Plattform derzeit mit einem Following Tab für Reels, der den Usern eine noch bessere Sortierung bieten könnte.

In der EU können User zudem, nachdem der Digital Services Act für große Plattformen am 25. August in Kraft getreten ist, fortan Reels und auch Stories ohne Personalisierung und ohne Algorithmusvorschläge in chronologischer Reihenfolge auffinden.







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