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  • Jürgen Grünauer

Branding auf Social Media – Dos & Don’ts für die erfolgreiche Imagepflege

Social Media Marketing eröffnet tolle Möglichkeiten, starke Marken zu entwickeln und nachhaltige Beziehungen zur Zielgruppe aufzubauen. Es bringt aber auch die Gefahr mit sich, in Fettnäpfchen treten oder das Image des Unternehmens nachhaltig zu beschädigen.

Wie Marken auf andere wirken, welche Werte sie verkörpern und welche Emotionen sie auslösen, bestimmt über Erfolg oder Misserfolg. Daher gibt es hier ein paar Tipps für erfolgreiches Social Media Branding, aber auch Fehler, die vermieden werden sollten, damit das Markenimage keinen Schaden nimmt.


Dos für die Markenbildung durch Social Media


1. Brand Story und Brand Voice

Wer Menschen bewegen und eine Bindung zu ihnen aufbauen will, erzählt eine gute Geschichte. Deshalb besitzen erfolgreiche Marken in der Regel eine Brand Story. Diese macht aus den zentralen Eigenschaften der Marke eine Kerngeschichte. Mögliche Themenbereiche könnten hier die Entstehungsgeschichte, Visionen und Ziele oder die eigenen Kunden sein. Content Marketing in sozialen Medien lässt sich hervorragend nutzen, um eine Brand Story zu entwickeln und zu verbreiten. Eng damit verbunden ist die Brand Voice, also die Art und Weise, wie eine Marke mit ihrer Zielgruppe kommuniziert. Idealerweise ist die Brand Voice authentisch und passt zu den eigenen Produkten bzw. Dienstleistungen. Vor allem sollte sie sich wie ein roter Faden durch die Kommunikation deiner Marke ziehen.


2. Die eigene Zielgruppe kennen

Um die Wirkung einer Marke durch Social Media Branding zu beeinflussen, muss man die Zielgruppe kennen, je genauer, desto besser. Welches Alter haben die Personen, welche Werte sind ihnen wichtig, wie kommunizieren sie und welche Bedürfnisse haben sie? Erst wenn man die Zielgruppe kennt, weiß man, wie man bei deinen Adressaten Emotionen wecken kann und wie man sie dazu bringt, der eigenen Marke zu vertrauen. Vertrauen ist extrem wichtig für ein starkes Markenimage.


3. Auf ein konsistentes Design achten

Der visuelle Auftritt von Marken in sozialen Netzwerken ist sehr wichtig. Bildsprache, Design und Logo sollten sich auch in Social Media widerspiegeln. Es sollte darauf geachtet werden, dass visuelle Elemente der Unternehmensprofile die zentralen Werte der Marke widerspiegeln. Wie bei der Brand Voice ist Konsistenz beim Design ein wichtiger Faktor. Erreichen lässt sich dies zum Beispiel durch den wiederkehrenden Einsatz bestimmter Farben und Filter. So wird das Instagram-Profil auf subtile Art unverwechselbar.


4. Glaubwürdig und transparent sein

Umfragen zeigen: Konsumenten legen hohen Wert auf Authentizität, wenn sie sich für oder gegen Marken entscheiden. Ehrlichkeit spielt dabei eine wichtige Rolle, denn im digitalen Zeitalter werden Fakes & falsche Informationen schnell durchschaut. Genaue Überlegungen wie man seine Marke darstellen möchte, sind dabei entscheidend. Zudem sollten Postings und Kommentare nicht nur auf Likes und Klicks ausgelegt sein, denn dadurch wirken Marken wenig authentisch und wenig sympathisch. Wurde ein Fehler gemacht, ist es sehr authentisch, sich dafür auch öffentlich zu entschuldigen. Tipp: In Sachen Authentizität ist User-generated Content kaum zu schlagen. Testimonials von Kunden oder Instagramfotos von oder in den Produkten zeigen, dass andere der Marke vertrauen.


5. Von Mitbewerbern abgrenzen

Die Unique Selling Proposition ist das Alleinstellungsmerkmal einer Marke. Sie grenzt diese von Wettbewerbern ab und gibt ihr eine einzigartige Position in den Köpfen potenzieller Kunden. Beides ist entscheidend, damit die eigene Zielgruppe eine Beziehung zur Marke aufbaut. Bei der Identifizierung des USPs ist folgende Frage wichtig: Welchen (einzigartigen) Nutzen haben meine Produkte oder meine Dienstleistungen für den Kunden? Auch im Social Media Marketing kommt es darauf an, sich in die Position der Zielgruppe zu versetzen. Nur indem man Usern vermittelt, dass sie von der Marke etwas Einzigartiges erhalten, macht man sie zu treuen Followern.















Don’ts für die Markenbildung durch Social Media


1. Kritik ignorieren

Das Bedürfnis, einen kritischen Kommentar mal eben unter den Tisch fallen zu lassen, ist verständlich. Die Folgen aber können gravierend sein. Ein besonnener Umgang mit Kritik ist immens wichtig in der Kommunikation mit Kunden. Dazu gehört, schnell zu reagieren. Kritik zu ignorieren, ist dagegen ein todsicherer Weg, noch mehr Scherben zu produzieren.


2. Den menschlichen Faktor vernachlässigen

In Social Media geht es darum, Beziehungen (zu Menschen) zu knüpfen und zu pflegen. Unternehmen, die nur Pressemitteilungen oder unpersönliche Business-Updates posten, nicht mit ihren Followern interagieren und keine spannenden Stories erzählen, ignorieren die Menschen, die sie erreichen möchten. So wird die Chance verbaut, die eigene Marke in den Köpfen seiner Zielgruppe zu etwas Besonderem zu machen. Damit steigt das Risiko, dass Kunden zur Konkurrenz abwandern, sobald diese ähnliche Produkte oder Dienstleistungen für weniger Geld anbietet.


3. Nutzer nicht wertschätzen

Wichtig ist, dass sich Kunden wertgeschätzt fühlen. Dies gelingt vor allem, wenn man bei den Postings nicht nur den eigenen Vorteil im Sinn hat. Haben Kunden das Gefühl, mit Werbung bombardiert zu werden, verlieren sie bald das Interesse. Daher sollte man auf Content mit Mehrwert setzen (z.B. Tutorials, Whitepaper etc.), den Kunden einen schnellen, freundlichen und kompetenten Kundendienst bieten, sich bedanken (z.B. das Erreichen einer bestimmten Followerzahl) und zeigen, dass man Spaß an der Interaktion selbst und nicht nur am Zählen von Likes hat.


4. Sensible Themen unterschätzen

Eigentlich versteht es sich von selbst, jede Social-Media-Kampagne gründlich auf Angriffspunkte abzuklopfen. Besondere Sorgfalt ist bei einer möglichen Verbindung zu Themen wie Politik, Sexualität, Hautfarbe, Religion und Geschlecht notwendig .


5. Das Zuhören vergessen

Kritik äußern Nutzer oft in ihrer eigenen (digitalen) Umgebung. Um einschätzen zu können, wie Menschen über die eigene Marke oder das Unternehmen denken, muss man den Blick über den Tellerrand der eigenen Profile hinaus richten.


Branding ist ein kontinuierlicher Prozess

Ein gutes Markenimage gibt es nur für viel Arbeit und nicht gegen Garantie auf Lebenszeit. Ein respektvoller, authentischer und wertschätzender Dialog mit der eigenen Zielgruppe ist wichtig und muss kontinuierlich erfolgen. Der Lohn sind Kunden, für die die Marke etwas Besonderes ist.

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