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  • Jürgen Grünauer

Facebook geht härter gegen QAnon-Verschwörungstheorien & Trump Corona-Posts vor

Der Social-Media-Riese entfernt alle Beiträge der Verschwörungsgruppe QAnon von den eigenen Plattformen. Auch ein Post von Trump, in dem er eine Covid-19-Infektion verharmlost, wurde gesperrt.

Facebook löscht plattformübergreifend jeglichen Content, der von Anhängern der Verschwörungstheorie QAnon gepostet wurde. Das Entfernen von derartigen Posts ist ein großer Schritt für das Social-Media-Unternehmen. Facebook gibt an, dass ein Update der Unternehmensrichtlinen der Grund für die ganzheitliche Löschung von QAnon Content, -Gruppen und -Profilen sei. Die Plattform sperrte bereits im August Facebook-Gruppen, Pages oder Instagram Accounts, die mit QAnon in Verbindung standen und zudem noch Gewaltverherrlichung beinhalteten. Die neuen Richtlinien zum Umgang mit der Verschwörungsgruppe sollen ab sofort durchgesetzt werden.


QAnon und Donald Trump: Facebook geht gegen Desinformationen

Nicht nur Facebook verbannt Posts, Pages und Gruppen der Verschwörungsgruppe QAnon. Auch Twitter und TikTok gehen gegen die Anhänger auf ihrer Plattform vor – und das nicht ohne Grund. Die Theorien der QAnon-Bewegung führten bereits dazu, dass ein Mann 2017 in Washington eine Pizzeria mit einer Waffe stürmte und um sich schoss. Als Grund gab der Täter an, dass die US-Politikerin und damalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton einen Kinderpornografie-Ring in dem Laden leiten würde. Eine fälschliche Anschuldigung, die zuvor über die Plattform 4Chan von einem User namens „Q“ verbreitet wurde. Hierher stammt auch der Name der Verschwörungsgruppe, die mittlerweile zu einem regelrechten Kult geworden ist. QAnon setzt sich aus dem User-Namen und dem Wort „Anonym“ zusammen. Denn alle 4Chan User posten Content, ohne ihre Identität preiszugeben.


Den Verschwörungstheoretikern wird immer wieder eine gewisse Nähe zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt. Denn auf Veranstaltungen des Staatsoberhauptes sind mehrfach Anhänger der Gruppe zu sehen gewesen. Auch übernahm Trump teilweise die Theorien von „QAnon“ für seinen Wahlkampf. Dass das Staatsoberhaupt es häufig nicht so genau mit der Wahrheit nimmt – vor allen Dingen bei seinen Posts auf Social Media – ist nichts Überraschendes mehr. Neu ist allerdings, dass besonders Facebook nun rigoroser gegen die Verbreitung von Desinformationen durch den US-Präsidenten vorgeht. Hat sich der Social-Media-Riese lange Zeit gesträubt gegen Trump vorzugehen, werden irreführende Posts nun konsequent entfernt.


Facebook löscht Corona-Post von Trump

So löschte der Social-Media-Gigant erst kürzlich einen Post, in dem der US-Präsident angab, dass eine Infektion mit dem Coronavirus nicht so gravierend sei wie angenommen. Weiter schrieb er, dass die Menschen in den Vereinigten Staaten auch gelernt hätten, mit der Grippe zu leben – und diese sei tödlicher als eine Covid-19-Erkrankung. Facebook-Sprecher Andy Stone bestätigte gegenüber CNN Business, dass dieser Post des US-Präsidenten gelöscht wurde. Der Inhalt verstoße laut Stone gegen die Richtlinien zur Verbreitung von Desinformationen bezüglich des Coronavirus.


In Nordamerika sind bisher offiziell 210.749 Menschen an den Folgen einer Erkrankung mit dem Coronavirus gestorben. Das sind zum montanen Zeitpunkt die meisten Todesfälle weltweit. Dass Facebook der Verbreitung von Fehlinformationen und Verharmlosungen des Virus einen Riegel vorschiebt, ist daher nur zu begrüßen.

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