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  • Jürgen Grünauer

Google liefert Ad Frequency Targeting für YouTube

Advertiser erhalten mehr Kontrolle darüber, wie oft ihre Anzeigen bei YouTube ausgespielt werden. Der globale Roll-out der Funktion liefert ganz neue Möglichkeiten, um Kampagnen-Lifts zu erfahren.

Die Frequenz ist ein lange behandeltes und zugleich wichtiges Element im Kontext der Werbeausspielung. Insbesondere im Videokontext können User schnell genervt reagieren, wenn ihnen immer wieder die gleiche Ad angezeigt wird. Deshalb arbeitet YouTube daran, Werbetreibenden mithilfe von Ad Frequency Targeting die Chance zu bieten, diese Übersättigung an der Grenze zum Ärgernis im Rahmen der Videorezeption zu vermeiden. Jetzt können Advertiser weltweit auf die Option Target Frequency für ihre Kampagnen zurückgreifen – das war zuvor nur in bestimmten Bereichen möglich. Dank dieser Option lassen sich die Ad-Recall-Werte immens steigern, im Test sogar um 93 Prozent.


So kannst du deine Werbefrequenz auf YouTube einstellen

Wiederholt dieselbe Anzeige zu sehen, kann für die Zuschauer_innen frustrierend und für Werbetreibende eine Verschwendung sein. Im Bereich der TV-Werbung kann der ROI nach Daten von Google und Nielsen gar um 41 Prozent zurückgehen, wenn die Frequenz den Wert von sechs Impressions pro Woche überschreitet. Viele Impressions in der Studie wurden letztlich als „Verschwendung“ eingestuft. Das ist nicht im Sinne der Werbetreibenden und schmälert langfristig den Einfluss der Kampagne. Bereits im Februar 2022 startete die Videoplattform eine Frequency-Management-Lösung für Connected-TV-Kampagnen über YouTube und auf Drittplatfformen. Diese Lösung war bis dato jedoch nur im Bereich Display & Video 360 verfügbar.


Jetzt launcht YouTube die Option Target Frequency weltweit für diverse YouTube-Kampagnen. Damit können Werbetreibende eine relevante Reichweite generieren, indem sie die passende Häufigkeit der Ad-Ausspielung einstellen. Auf diese Weise stellen sie schon vorab sicher, dass den Zuschauer_innen ein deren Nutzungsmustern angemessenes Werbeerlebnis geboten werden kann.


Diese Einstellungen zur Werbefrequenz sind möglich

Mit der Option zur Einstellung der Zielfrequenz können Werbetreibende ein Frequenzziel von bis zu vier Impressions pro Woche auswählen. Daraufhin sollen die YouTube-Systeme hinsichtlich maximaler Reichweite bei dieser gewünschten Frequenz optimieren; dabei steht Unique Reach im Fokus.


Um zu überprüfen, inwieweit dieses Feature inkrementell Einfluss auf die Kampagnen-Performance nehmen kann, hat Google einen Test mit der Nahrungsmittelmarke Triscuit gestartet. Die Brand startete eine Videokampagne und stellte eine Frequenz von zwei Impressions pro Woche ein. Im Vergleich zu einer ähnlichen, ohne Target Frequency durchgeführten, Kampagne konnte die regulierte einen um 93 Prozent höheren Ad Lift Recall erreichen. Auch die Kosten gingen bei der optimierten Ad-Frequenz um 40 Prozent zurück. Das sind erstaunliche Werte und nicht alle Marken, die auf das Ad Frequency Targeting setzen, werden solch positive Entwicklungen erleben können, wie im offiziellen YouTube-Test. Trotzdem bietet diese neue Option eine Stellschraube, an der Advertiser drehen können, um ihren Werbeerfolg messbar zu optimieren.


Wer über Google Ads künftig auf Kampagnen mit optimierter Anzeigenfrequenz setzen möchte, muss eine neue Videokampagne mit dem Reichweitenziel „Angestrebte Häufigkeit“ erstellen. Daraufhin können die Werbetreibenden die wöchentliche Frequenz festlegen. Auf der Google Ads-Hilfeseite findest du Best Practices für den Einsatz der Zielvorgabe. So bietet es sich an, die Frequency Cappings mithilfe des Ziels „Anzeigenwirkung auf die Markenbekanntheit“ zu unterstützen, um eine bessere Erfolgsmessung zu ermöglichen. Außerdem kann die Integration mehrerer unterschiedlicher Creatives dem Kampagnenerfolg zugutekommen.


YouTube experimentiert auch mit mehr Pre-Roll Ads

Mit dem Feature Ad Frequency möchte YouTube auch dafür sorgen, dass die Nutzer_innen eine bessere Werbeerfahrung machen können. Gleichzeitig experimentiert Googles Videoplattform aber mit einer erhöhten Anzahl an Pre-Roll Ads. In der Regel sehen User eine oder zwei Ads vor dem Start eines YouTube-Videos.


Doch in den vergangenen zwei Monaten mussten einige Viewer feststellen, dass die Länge und Menge der Ads auf YouTube stark zugenommen hat. Einige User haben zuletzt gemeldet, dass sie teilweise fünf, mitunter gar zehn Ads vor Videos angezeigt bekommen haben, die oft nicht skippable sind.


Vonseiten YouTubes gibt es bisher keine Bestätigung eines geplanten Anstiegs von Anzeigen auf der Plattform. Doch der Twitter Account „TeamYouTube“ reagierte kürzlich auf eine Beschwerde eines Users und erklärte in einem Kommentar, dass bei den kurzen Bumper Ads, die nur sechs Sekunden andauern, eine Häufung von Ads im Bereich Pre-Roll oder Mid-Roll vorkommen kann.


Shorts Ads als Alternative

Sofern Werbetreibende auf der Suche nach einer nativeren Einbettung ihrer Video-Ads sind, können sie auch über die Ausspielung im Bereich Shorts nachdenken. Das Kurzvideoformat hat schon über 1,5 Milliarden monatlich aktive User und wird auf verschiedenen Plattformen ausgespielt. YouTube bringt Shorts jetzt auch auf TV Screens und hat dafür eigens das Layout angepasst.





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