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  • Jürgen Grünauer

MIKROINFLUENCER! Was machen die eigentlich und was bringt das?

Größer ist nicht immer besser. Das gilt auch für Social Media-Strategien. Sie wissen bereits, dass sich Influencer-MarketingInfluencer Marketing lohnt (es beeinflusst nachweislich 20 - 50 % aller Kaufentscheidungen). „Bei Partnerschaften mit Social Media-Influencern wird zu sehr auf Reichweite geachtet”, kritisiert Stephan Schilling, PR-Manager bei Divimove, aktuell. Dem können wir nur zustimmen. Viele Follower sind nicht automatisch eine Erfolgsgarantie. Es kommt auf die richtigen an. Im Unterschied zu den bekannteren oder prominenten Influencern sind Micro-Influencer Menschen wie du und ich, die ein kleineres, aber dafür aktiveres Publikum haben, das sich für ganz spezielle Themen begeistert. Deshalb sind sie hochinteressant für Marken.

In diesem Beitrag erfahren Sie:

Warum gerade Micro-Influencer Ihrer nächsten Kampagne zum Erfolg verhelfen könnenDie einfachsten Methoden, um relevante Micro-Influencer zu findenDie Do’s und Don’ts bei der Arbeit mit Micro-InfluencernWie Top-Marken Micro-Influencer zu Marketing-Zwecken einsetzen


Warum Sie mit Micro-Influencern arbeiten sollten

Laut einer Studie von Dr. Jonah Berger (Buchautor ‚Contagious: Why Things Catch On‘), folgen 82% aller Kunden mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ einer Empfehlung von einem Micro-Influencer. In der Untersuchung wurde ein Netzwerk nicht bezahlter Mikro-Influencer bezüglich ihrer markenbezogenen Konversationen mit einer Gruppe durchschnittlicher Verbraucher verglichen. Anschließend wurden das Gewicht der Empfehlungen und die letztendlichen Ergebnisse gemessen.

Warum sind gerade Micro-Influencer so erfolgreich?

Sie sind erschwinglich

Sie brauchen kein Kardashian-Budget, um mit Ihrer Influencer-Marketingstrategie zu punkten. Während Kim Kardashian für einen gesponserten Instagram-Post an die 500.000 Dollar einstreicht, sind Micro-Influencer deutlich günstiger. Viele teilen einen Post sogar im Tausch gegen ein kostenloses Produkt oder Umsonst-Service.

Das Fachmedium Marketing Technology Insights hat 2.500 Mikroinfluencer interviewt. Das Ergebnis:

84 Prozent aller Micro-Influencer berechnen weniger als 250 US-Dollar pro Instagram-Post97 Prozent berechnen weniger als 500 US-Dollar pro Post

Sie werden im Vergleich zu Prominenten als vertrauenswürdiger wahrgenommen

Was Micro-Influencer noch attraktiver macht: die Agentur HelloSociety, die Marken und Influencer vernetzt, fand heraus, dass diese 6,7 mal effizienter pro Interaktion sind, als Influencer mit größeren Follower-Gemeinden. Den Bezug zur Bodenständigkeit ganz normaler Menschen können sich große Social Media-Influencer nicht kaufen.

Mit Hilfe von Micro-Influencern „verbreiten Sie Markenbotschaften an viele ganz unterschiedliche ‚normale‘ Menschen auf scheinbar organische Weise“, sagt Melissa Wollard, Commercial Manager bei Fun Kids Radio.

Kyla Brennan, CEO von HelloSociety, erklärt: „Micro-Influencer genießen bei ihren Followern so hohes Vertrauen als Informationsquelle, weil sie sich persönlich für ihre Sparte engagieren. Micro-Influencer haben wirklich Interesse an den Themen, über die sie posten – und das zeigt auch ihr Content.

Sie sorgen für mehr Interaktionen

Markerly ein Unternehmen für Influencer-Marketing, untersuchte über 800.000 Instagram-Nutzer und fünf Millionen Posts auf Interaktionsmuster. Das kam dabei heraus:

Nutzer mit einer Million bis 10 Millionen Followern haben eine „Gefällt-mir“-Rate von nur 1,7 Prozent.Nutzer mit 1.000 bis 10.000 Followern haben eine „Gefällt-mir“-Rate von 4 Prozent.Nutzer mit unter 1.000 Followern haben eine „Gefällt-mir“-Rate von 8 Prozent.


Diese klare Korrelation zwischen der Follower-Anzahl und der Anzahl der Likes zeigt, was Micro-Influencer leisten können.

HelloSociety fand außerdem heraus, dass Micro-Influencer 22,2 mal mehr wöchentliche Konversationen haben, als der Durchschnittskunde. Micro-Influencer haben sich eine hoch engagierte und interessierte Fan-Gemeinde aufgebaut. Diese Community ist wirklich an ihren Inhalten interessiert – da können Influencer mit Millionen eher passiven Followern nicht mithalten.


Checken Sie Ihre bestehenden Follower

Ihr größter Trumpf könnte sich in Ihrer eigenen Follower-Gemeinde verstecken. Ihre Social Media-Follower folgen Ihnen in der Regel, weil sie sich wirklich für Ihre Marke interessieren.

Gehen Sie Ihre Follower durch. Hat jemand von Ihren Fans 1.000 bis 10.000 eigene Follower?

Keine Zeit, dass per Hand zu machen? Nutzen Sie ein Programm wie SocialRank, das Ihre Follower nach Anzahl deren Fans sortiert.

Beauftragen Sie eine Micro-Influencer-Agentur

Wenn Sie sich die manuelle Suche ganz ersparen möchten: es gibt eine Reihe von Micro-Influencer-Agenturen. Diese haben in der Regel eine Datenbank mit engagierten Micro-Influencern, die mit Unternehmen zusammenarbeiten, um deren Produkte und Dienstleistungen zu promoten. Die Datenbanken sind meist nach Themen oder Branchen organisiert. Das erleichtert die Suche nach den passenden Micro-Influencern für Ihre Marke.

Eine dieser Agenturen ist die Social Media-Anzeigenplattform Gnack. Chico Tirado, Chief Revenue Officer bei Gnack, erklärt: „Über 55 Prozent unserer Agenturpartner haben ‚Micro-Influencer‘ in ihre [derzeitige] Strategie integriert. Wir können beobachten, dass ‚Micro-Influencer‘ bei bestimmten Kampagnen bis zu 25 Prozent Engagement erzielen.“

Suchen Sie einfach bei Google nach lokalen Agenturen. Wir haben eine Liste mit Digital-Agenturen zusammengestellt, die unabhängig von Ihrem Standort für Ihre Marke tätig werden können.

Wir arbeiten mit verifizierten Micro-Influencern, die in der Regel Freunde und Familie als Follower haben, ihre Posts werden deshalb als vertrauenswürdiger angesehen.

Bzz Agent: Hat über 230.000 Influencers auf Lager und verzeichnet aktuell mehr als 29 Millionen Interaktionen. Dieser „Marktplatz für Influencer” ermöglicht Marken den Zugang zu relevanten Influencern in jeder Größenordnung und die Beziehungspflege mit diesen Social Media-Nutzern.

Über die passende Micro-Influencer-Agentur finden Sie die richtigen Leute für die Arbeit mit Ihrer Marke.

Best Practices für die Arbeit mit Micro-Influencern

Recherchieren Sie

Schon mal eine Email erhalten, in der Ihr Name falsch geschrieben war? Dann wissen Sie ja, wie abschreckend so eine unpersönliche Nachricht ist. Bevor Sie einen Micro-Influencer ansprechen, machen Sie Ihre Hausaufgaben, und checken Sie das Folgende besser doppelt und dreifach:

Er/sie passt zu Ihrem Geschäft und Ihrer Markenstimme. Entscheiden Sie sich nicht für einen Micro-Influencer, nur weil Ihnen der Look seines Instagram-Accounts gefällt – stellen Sie sicher, dass er ein Publikum hat, das sich für Ihr Unternehmen interessieren könnte.Sie polarisieren nicht und vermeiden Kontroverses. Jeder, der Ihr Geschäft bewirbt, reflektiert Ihr Unternehmen. Stellen Sie sicher, dass ihre Micro-Influencer keine fragwürdigen Social Media-Posts oder Verbindungen haben.Ihr Engagement hat Qualität. Halten Sie nicht nur nach der Anzahl der Follower Ausschau, schauen Sie auch auf die Qualität der Interaktionen. Achten Sie zum Beispiel darauf, wie Micro-Influencer auf Kommentare in ihren Posts antworten oder wie sie sich in Twitter-Konversationen verhalten.

Versorgen Sie sie mit Werbegeschenken

Eines verbindet die Menschheit garantiert: wir alle lieben kostenlose Gaben. Sobald Sie eine erste positive Beziehung zu einem Micro-Influencer geknüpft haben, schalten Sie einen Gang hoch, und schicken Sie ihm ein kleines Präsent. Hier ein paar Ideen:

Das zu bewerbende ProduktEine Testversion Ihres ServicesEin Buch, das sich mit Ihrer Branche befasstQualitäts-Give-Aways von Ihrer Firma (nützliche!)Einen Preis für einen Wettbewerb mit ihren Followern

Machen Sie sich bewusst, dass der Micro-Influencer Ihnen für diese kostenlosen Aufmerksamkeiten nichts schuldet. Ein kleines Geschenk ist ein Weg, um eine professionelle Beziehung zu etablieren und für positive Stimmung rund um Ihre Marke zu sorgen. Wenn es um Micro-Influencer geht, stehen Beziehungen im Mittelpunkt.

Formulieren Sie klare Erwartungen

Während der Kontakt- und Aufbauphase einer Beziehung zu einem Micro-Influencer, den Sie engagieren möchten, machen Sie klar, um was genau es bei diesem Geschäft geht.

Besprechen Sie Ihre geschäftlichen Ziele mit dem Micro-Influencer bevor Sie die Kampagne starten. Wenn Sie erreichbare Ziele setzen, kann dieser auch die Art von Ergebnissen vorweisen, die Sie erwarten dürfen.

Briefen Sie Ihren Micro-Influencer mit einem Überblick zu den Zielen, Kampagnendetails, Kernbotschaften, erwarteten Leistungen, allen wichtigen Do’s and Don’ts und weiteren Punkten, die Sie für wesentlich halten. Denken Sie daran: Micro-Influencer sind keine Prominenten, die ein ganzes Team im Rücken haben, das sie unterstützt.


Marken und Unternehmen sollten die Macht der Micro-Influencer nicht länger ignorieren. Unternehmen, die auf Qualität statt Quantität setzen, können ihrem Erfolg Beine machen – mit Inhalten, die wirklich bei ihrer Zielgruppe ankommen. Denken Sie daran: Es kommt nicht immer auf die Größe an.

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