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  • Jürgen Grünauer

So könnte die Schweiz von Libra profitieren

Die neue digitale Währung von Facebook hat Auswirkungen auf Schweizer Unternehmen und die traditionellen Banken.

Tiefere Kosten für grenzüberschreitende Geldüberweisungen und einfachere Zahlungsabläufe: Damit werben die Initianten von Libra. Libra könnte deshalb zur Konkurrenz für traditionellen Banken werden, falls sich die Währung durchsetzt.

Libra werde einen gesunden Druck auf die traditionelle Finanzbranche ausüben, ihre eigenen Initiativen auszubauen – mit digitalen Währungen und generell im Fintech-Bereich, also mit neuen Technologien im Finanzbereich.

Schweizer Startups könnten profitieren

Libra wird auf der Blockchain-Technologie aufbauen, so wie beispielsweise auch Bitcoins. So sollen laut den Initianten mehr Menschen als heute Zugang zu Geld und unkomplizierten Zahlungssystemen haben. Libra soll ihren Sitz in Genf haben. Damit könnte sich Genf – nebst dem bereits breit etablierten Krypto-Valley rund um Zürich und Zug – als weiteren wichtigen Standort für digitale Währungen etablieren und so den Wettbewerb zwischen den Standorten fördern.


Facebook muss Überzeugungsarbeit leisten

Startups könnten mit Libra zusammenarbeiten. Zuerst müsse sich die Währung allerdings noch durchsetzen. Dass Facebooks Glaubwürdigkeit wegen der zahlreichen Datenskandale angeschlagen ist, könnte zum Stolperstein werden.

Facebooks wird also noch Überzeugungsarbeit leisten müssen, um das Vertrauen der Anwender zu gewinnen. Dennoch sagt Christina Kehl: «Ich glaube aber, dass die steigenden Nutzerzahlen bei Facebook immer noch dafür sprechen, dass man einfach ein Viertel der Weltbevölkerung über diese Plattform erreichen kann.» Das könne im Moment kein anderer Anbieter mit seiner Krypto-Währung, so Kehl. «Das wird ein Riesenvorteil für Facebook sein.»

Denn aufgrund der Grösse des Technologie-Unternehmens werden wohl viele Firmen die neue Währung Libra akzeptieren. Fazit: Setzt sich Libra durch, könnte sie eine oder andere digitale Währung aus der Schweiz verdrängen. Insgesamt aber, dürfte der Schweizer Fintech-Standort profitieren.


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