WERBUNG IST TOT
- katharina661
- 23. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Werbung neu gedacht: Warum klassische Modelle an ihre Grenzen stoßen. Auf Europas größter Marketing-Konferenz wurde ein provokanter Satz formuliert: „Werbung ist tot.“ Gemeint ist damit nicht, dass Markenkommunikation überflüssig geworden wäre – vielmehr geht es um die Art und Weise, wie Kaufentscheidungen heute zustande kommen und wie Unternehmen darauf reagieren müssen.

Von linearen Funnels zu non-linearen Entscheidungen
Das klassische Bild eines linearen Funnels – vom ersten Kontakt bis zum Kauf – wird der Realität kaum noch gerecht. Menschen treffen Kaufentscheidungen zunehmend non-linear: Sie lassen sich inspirieren, informieren sich über verschiedene Kanäle, vergleichen Optionen und kehren oft mehrfach zu einer Marke zurück, bevor sie sich entscheiden.
Dieses Verhalten verändert die Grundannahmen der Medien- und Werbebranche. Marken können nicht länger davon ausgehen, dass es ausreicht, am „unteren Ende des Funnels“ präsent zu sein. Relevanz entsteht heute viel früher und vor allem dort, wo Menschen Kultur konsumieren – in den sozialen Plattformen, in Communitys und in Momenten, die Teil des täglichen Scroll-Erlebnisses sind.
Von Unterbrechung zu Unterhaltung
Werbung, die rein auf Unterbrechung setzt, verliert in dieser neuen Logik an Wirkung. Nutzer:innen sind gewohnt, Inhalte aktiv zu steuern – ein Swipe genügt, und die Botschaft verschwindet. Damit Botschaften dennoch ankommen, braucht es Content, der Entertainment-first gedacht ist: Inhalte, die Aufmerksamkeit verdienen, bevor eine Botschaft transportiert wird. Erst wenn Nutzer:innen freiwillig verweilen, entsteht die Chance, Resonanz und schließlich Relevanz aufzubauen.
Relevanz entsteht im Loop
Relevanz lässt sich nicht mehr ausschließlich durch Reichweite oder Media-Druck herstellen. Entscheidend ist, Teil des kulturellen Loops zu sein – also in den Momenten stattzufinden, in denen Menschen sich austauschen, entdecken und unterhalten lassen. Wenn Marken es schaffen, sich in diese Erfahrungen einzubetten, können sie Resonanz erzeugen. Und Resonanz wiederum ist die Grundlage dafür, dass Kaufentscheidungen entstehen – nicht als lineare Abfolge, sondern als Teil einer fortlaufenden Interaktion.
Die Rolle von Künstlicher Intelligenz
Auch Generative AI beschleunigt diesen Wandel. Tools können Prozesse vereinfachen, Inhalte schneller erstellen oder personalisieren und neue Formen der Interaktion ermöglichen. Dennoch bleibt ein entscheidender Punkt: AI optimiert, aber sie schafft keine Kultur.
Die kreative Navigationskraft von Menschen ist unverzichtbar, wenn es darum geht, kulturelle Relevanz herzustellen. Marken, die AI sinnvoll einsetzen, behalten daher die Steuerung in der Hand: Sie nutzen Technologie, um effizienter zu werden – nicht, um die kulturelle Deutungshoheit abzugeben.
Fazit und Positionierung von Networx Box
Das Ende der klassischen Werbung bedeutet nicht das Ende der Markenkommunikation. Es bedeutet vielmehr, dass Unternehmen ihre Strategien anpassen müssen:
weg von linearen Modellen hin zu non-linearen Journeys,
weg von Unterbrechung hin zu Unterhaltung,
weg von Media-Druck hin zu kultureller Relevanz.
Networx Box unterstützt Unternehmen genau in diesem Transformationsprozess. Wir helfen Marken, ihre Kommunikation so auszurichten, dass sie Teil des digitalen Alltags ihrer Zielgruppen wird – nicht als Unterbrechung, sondern als relevanter Beitrag. Dabei verbinden wir datengetriebene Analysen mit kreativer Expertise und schaffen so die Grundlage für Resonanz, die wirkt.
So verstehen wir unsere Rolle: Technologie und Kultur in Einklang bringen – für Kommunikation, die nicht laut sein muss, um wirksam zu sein.
☎ +43 1 3267000

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